Ich habe generell ein leicht gestörtes Verhältnis zu Pizzaboten. Das mag daran liegen, dass mich einer meiner besten Freunde mal auf einen 18.en Geburtstag in einer Berliner Lokalität geschleppt hat, wo denn auch ein Pizzabote auftauchte. Obwohl es Essen vom Buffet gab, welches gar nicht mal zu verachten war. Doch dieser eine besondere Bote verlangte dann nach der Verantwortlichen (dem Geburtstagskind) und fing daraufhin an, sich die Kleider vom Leib zu reißen... Ein traumatisches Erlebnis, welches mich jahrelang in die Tiefkühlpizzasucht trieb. Erst nach einigen Jahren konnte ich die Abstinenz zur Lieferpizza wieder über Bord werfen, auch wenn die Lieferanten weiterhin argwöhnisch beäugt werden.
Jedenfalls wird bei mir, wenn ich eine Lieferung erwarte, Stille einkehren und ich spitze dann meine Ohren, damit ich das Fahrzeug schon frühzeitig erlauschen kann. Passiert dies, dann wird der Lieferant vom Aussteigen bis zur Tür beobachtet und wie er sich dabei anstellt.
So komme ich in den Genuss der Beobachtung von, für mich, urkomischen Situationen. Letztens wurde das Pizzataxi wieder einmal heiß erwartet (klar, wer steht schon auf kalte Pizza?) und ich beobachtete schon seit geraumer Zeit ein Auto, mit Lieferschild auf dem Karosseriedach, und wie es durch die Straße irrte. Mal hierin, mal dahin, bis es schließlich drei Häuser weiter eine Haltebucht anfuhr und der Lieferant ausstieg. Seine Klamotten behielt er immerhin an, verschwand aber mit dem Kartonstapel hinter dem falschen Haus. Wenige Minuten später tauchte er auf der anderen Seite wieder auf nur um daraufhin hinter dem nächsten falschen Haus langzuschlendern. Endlich kam er auch dahinter wieder hervor um an meiner Tür zu klingeln. Na gut, kann jedem passieren, aber dann zu behaupten: "Sorry, das das so lange gedauert hat, aber ich wurde gerade operiert!" grenzt ja schon an Verhohnepiepelung.
Nun denn so viel zur Einleitung. Am gestrigen Tage erwischte mich dann ein Lachkoller der besonderen Sorte, als ich die Rechnung vom Vortage (natürlich von einer Pizzalieferung) betrachtete. Darauf stand: "1. Stock links, Kräftig klingeln, da Klingel launisch" Launisch... Darauf wäre ich nun nicht gekommen, genial eigentlich! Wer schonmal versucht hat mich zu besuchen, weiß, was das heißt. (Die Klingel, nicht die Genialität, obwohl...)
Es klingelte. Dank meiner Observierung der Straße wusste ich ja schon, dass jetzt meine heiße Teigscheibe gebracht wird. Also Sprint zur Tür und diese per Knopfdruck geöffnet. Ich lausche, nichts. Ich betätige abermals den Summer. Klack. Es wird eingetreten. Und zwar durch und nicht die Tür.
Es klingelt abermals, aber nicht bei mir, sondern im ersten Stock. Häh? Was geht denn nun ab? Ich lehne mich übers Treppengeländer und mache mich bemerkbar. Ich hab ja schließlich auch Kohldampf.
"Ich bin so blöd!" Selbsterkenntnis. Faszinierend. Der Pizzabote erläutert, dass in seinem Heimatland die Gebäudestockwerke bei 1 beginnen und nicht mit Erdgeschoss. Unglaublich. Da haben wir beide an diesem Abend was gelernt. Ich, wie ich die Fehlfunktion meiner Klingel gut beschreiben kann und der Pizzabote, dass hier die Gebäude mit dem Erdgeschoss beginnen.
Als er dann anfängt den Reißverschluss seiner Jacke zu öffnen knalle ich die Tür zu und verstecke mich, zitternd, unter dem Tisch.
Willkommen in meinem alltäglichen Wahnsinn !
Ich durchleuchte hier meine Erfahrungen und Erlebnisse mit einem mir in die Wiege gelegten zynischem Unterton, der oft ins sarkastische abdriftet, nicht selten komisch ist und zudem auch noch unterhaltend.
Eine gehörige Portion Gesellschaftskritik strebe ich auch an zu verstecken oder manchmal auch direkt ins Gesicht zu schlagen.
Wer sich gerade über das Design wundert:
Ich teste gerade ein wenig herum, werde aber hoffentlich bald einen letztendlichen Stil finden!
Ich durchleuchte hier meine Erfahrungen und Erlebnisse mit einem mir in die Wiege gelegten zynischem Unterton, der oft ins sarkastische abdriftet, nicht selten komisch ist und zudem auch noch unterhaltend.
Eine gehörige Portion Gesellschaftskritik strebe ich auch an zu verstecken oder manchmal auch direkt ins Gesicht zu schlagen.
Wer sich gerade über das Design wundert:
Ich teste gerade ein wenig herum, werde aber hoffentlich bald einen letztendlichen Stil finden!
Donnerstag, 1. März 2012
Donnerstag, 23. Februar 2012
Stahlstifte in ihrer natürlichen Umgebung
„Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel richtig einschlagen können die Wenigsten“
-Henrik Ibsen
Ich habe heute mit einem Zitat eines norwegischen Naturalisten begonnen. Warum tat ich dies bloß? Weil jetzt ein Wulst aus Landschaftsbeschreibungen folgt? Es grünt so schön, da der Schnee geschmolzen; die ersten Pflanzen strecken ihre sanften, grünen - da war es wieder - der eigentliche Grund, der mich zu diesem Zitat geleitet hat.
Schon wieder und nochmal und nochmal... Meine neuen Nachbarn scheinen eine merkwürdige Einrichtung ihrer Wohnung zu bevorzugen. Seit 2 Wochen sind diese am Einziehen und seit 2 Wochen hämmert dort irgendwer Nägel in Wände, Decke, Fußboden und was weiß ich noch wo die Nägel reinhauen. Es gibt Momente, da vermischt sich der eintönige Hammerrythmus mit den Technobeats meines anderen Nachbarn und es entstehen sphärische Klänge á la Einstürzende Neubauten.
Schön ist das nicht.
Mal Hand auf Herz: Wie viele Nägel habt ihr in eurer Wohnung eingeschlagen? Ich hab mal nachgezählt bei mir... Es waren 5 !!! 1 Spiegel, 3 Bilder und 2 Kalender. So... Was zum Herrgott aller Aasgeier machen die da unter mir? - Ich habe da schon mehrere Theorien aufgestellt, wovon mir aber noch keine meinen vernagelten Seelenfrieden zurückgegeben hat.
1. Möglichkeit - Schränke ! Schränke? Ja, Schränke! - Aber die werden doch heutzutage alle mit Ikea-Holz-Bits zusammengehalten? Richtig. Aber... Ich vermute meine neuen Mitbewohner haben KEINE Schränke und nageln alles wortwörtlich an die Wände. Dadurch entsteht ein toller Wandschmuck und die Dinge bleiben dort wo man sie haben möchte... Praktisch oder? Zu größter Belustigung kann der Besuch dann auch noch Murmeln durchs Nagellabyrinth jagen, welche eine noch grandiosere Kakophonie erzeugen dürften als das Gehämmere.
2. Möglichkeit - Eine Fakirfamilie? Also 2 Leute stehen da auf dem Namensschild. Mach 2 Betten mit ziemlich vielen Nägeln. Zudem Esszimmerstühle Couch, etc... Das muss ja alles benagelt werden. Zudem sitzt dort ein Stubentiger anschmiegsam auf den Fensterbrettern. Eine Fakirkatze! Also muss auch das Katzenklo und das Körbchen und auch jede Decke, wo sich der Fellball gerne niederlässt mit kleinen Metallstiften versehen werden. Klingt logisch, oder?
3. Möglichkeit - Ich bin zu oft zu Hause und das Haus ist einfach zu hellhörig... J
Donnerstag, 9. Februar 2012
Heute mal ein wenig Werbung
Heute mal keine Geschichte aus meinem Leben, sondern ein wenig Werbung, das heißt, eigentlich ist es ja doch aus meinem Leben, denn ich mach da ja auch mit :)
Worum es geht? Um einen Blog, den ich euch empfehlen möchte: fratres.humilis - Low Brothers Warhammer 40 k
Ja, es hat mich gepackt, verschlungen, infiziert, vollkommen eingenommen . Warhammer 40k.
Schon im zarten Alter von, puhhh..., so zart war das gar nicht, 14/15 glaube ich, als noch ein Fantasy-Kartenspiel ziemlich exzessiv von mir betrieben wurde, wurden die Kampfgelände des 40.en Jahrtausends staunend von mir beäugt. Dies geschah in einem Fantasyladen meines Vertrauens :) Leider reichte das magere Geld, was einem Minderjährigen zur Verfügung stand gerade mal für ein absolut überteuertes Fantasy-Nerd-Hobby, sodass W40k ein Traum blieb. Nun hat sich das aber geändert ! Ich bin älter aber keine Spur erwachsener als damals, hab aber mehr Geld und die zocksüchtigen Low.Brothers -> Ich habe angefangen Warhammer zu spielen.
Worum es geht? Um einen Blog, den ich euch empfehlen möchte: fratres.humilis - Low Brothers Warhammer 40 k
Ja, es hat mich gepackt, verschlungen, infiziert, vollkommen eingenommen . Warhammer 40k.
Ja, am 25.en Februar ist dann meine Feuertaufe und mein WAAAAGH aus Space-Orks wird das erste mal auf Herz und Nieren getestet (Hoffentlich nicht, indem diese von den anderen auf dem Schlachtfeld verteilt werden...).
Ein Spielbericht wird bestimmt im fratres.humilis-Blog folgen. Also mal reinschauen, wir würden uns freuen :)
Donnerstag, 2. Februar 2012
The Frozen Water Apocalypse
„Leise rieselt der Schnee, still und klar ruht der See... „ - Oder pieselte das Reh?
Ist ja auch egal, die Hauptsache ist, dass der Winter endlich in unsere norddeutschen Gefilde eingekehrt ist. Dieses Jahr mal zur Abwechslung zum Februarbeginn. Die 3 cm weißer Pulverstaub sind zwar noch nicht so der Rede wert, aber das triste Erscheinungsbild des städtischen Panoramas wurde schon einer erheblichen Aufhellung unterzogen. Der innere Drang in die Eiseskälte hinauszulaufen und durch den Schnee zu tollen, kann gerade noch so von meiner Faulheit zurückgehalten werden. Außerdem ist so eine durchgehend unberührte Schneefläche ein viel schönerer Anblick, den man genießen muss bevor ein Schneeräumdienst ihn verschandelt.
Der Blick aus dem Fenster verheißt einen massiven Anstieg der Pulverhöhe in den nächsten Stunden. Bestimmt wird in den Nachrichten im TV oder Rundfunk schon die Katastrophenmeldungen vorbereitet: Dem Ende der Zivilisation müssen wir ja bei jedem Flockenfall entgegen schauen. Denn trotz der Zig-trillionen Flocken die in diesem Bundesland nun schon gefallen sein mögen, ist hier immer noch kein Mensch im Stande damit umzugehen. Wie schon gesagt 3 Flocken = Katastrophe! Die nächsten Tage werden wohl anstrengend werden. Die Busse werden nicht mehr fahren können (Was waren nochmal diese winterfesten Reifen???), geschweige denn die Autofahrer. Desaströs ! Ich spiele mit dem Gedanken mir schonmal die Nummer vom Katastrophenschutz und den Berghangnotrettungs-Hubschraubern in mein Handy einzuspeichern. Man weiß ja nie...
Wer hier noch keinen Winter, pardon, leichten Schneefall miterlebt hat, kann leider nicht nachvollziehen wovon ich spreche. Menschen aus schneeerprobteren Gebieten, wie etwa Bayern oder Österreich, werden schallend über die Schnee-„Massen“ lachen und welche Probleme diese für unsere Zivilisation hier mitbringen. Während hier schon der wetterbedingte Schulausfall proklamiert wird, da wird in Villariba noch gefeiert... oder so ähnlich.
Ich werde mir jetzt erstmal Tennisschläger kaufen gehen, denn inzwischen haben wir nun doch schon die 4-cm-Marke geknackt. Und weil das so gut passt:
Mittwoch, 4. Januar 2012
Der DeLorian-Dezember
Advent, Advent die erste Kerze - Oh, morgen ist Weinachten - 5,4,3,2,1 - Prost Neujahr! - Und heute schreiben wir den 04.Januar 2012....
Was zur Hölle war das denn? Ich fühle mich gerade als ob jemand heimlich in die Öffentlichen Verkehrsmittel einen Fluxkompensator eingebaut hat und der Busfahrer mal schön mit 80 mp/H durch die Stadt gedüst ist. Ja, als ob es gestern war, dass ich mühsam die Kerzen in meinem Haushalt gesucht habe und in den Adventskranz gebastelt habe, damit diesem auch nicht kalt wird zu dieser Jahreszeit. Der Stress am 23.en, weil noch nichts für den Heiligen Abend vorbereitet war. - All das ist schon wieder vorbei. Und das ziemlich schnell. Wo ist denn bloß diese besinnliche Zeit geblieben? Hab ich dieses Jahr bzw. inzwischen ja schon letztes Jahr (da haben wir’s wieder) irgendwie verpasst.
Nun schaue ich im neuen Jahr nach draußen und sehe wie ein Herbststurm die letzten Blätter von den Bäumen fegt und nasser Regen gegen meine Fensterscheiben prasselt. Moment - Herbststurm? Wie es wohl aussieht, geht es nicht nur mir so, dass da irgendwer mit der Zeit gespielt hat. Auch die Natur ist noch eher in den herbstlichen Gefilden angesiedelt. Eher - denn einige Dinge sind auch schon wieder weiter voran in der Zeit. Einige Biester können es nicht abwarten und bilden Knospen und fangen an zu blühen. Ist zwar ein schöner, aber befremdlicher Anblick, wenn dort rote Rosen blühen, wo man eigentlich die Schneeglöcken erwartet.
Ist schon eine verrückte Welt geworden - liegt das an der Klimaerwärmung? Mir hatte bisher aber niemand mitgeteilt, dass die auch an der Zeit rumspielt und einige Monate kürzer und viele länger erscheinen lässt. Das funktioniert ja bekanntlicherweise auch mit Tagen und sogar Stunden. So ist doch der allgemeine Urlaubstag oder Wochenendtag um mindestens 10 Stunden kürzer als ein gemeiner Arbeitstag. Wenn man jetzt durch die Klimaerwärmung da etwas ändern könnte, das wäre doch grandios!? Oder ? Also: schnell noch die restlichen Glühbirnen kaufen, bevor es nur noch die umweltfreundlichen Quecksilberbirnen gibt, sinnlose Touren mit dem Auto fahren und viel FCKW Haarspray benutzen! - Dann haben wir bald nur noch einen zweiwöchigen Dezember oder sowas. Grandios! Wir sehen uns dann Übermorgen im Sommer :)
Donnerstag, 8. Dezember 2011
Die arme Werbung am Strassenrand
Oha... schooon wieder ein Blogeintrag ! Der Kerl dreht durch ! Er ist wahnsinnig geworden ! Oh Gott ! Das muss am Busfahren liegen !
Hahaha ;) Nein, so schlimm ist es nun nicht, aber wenn einen der Gedankenhafer sticht, da sollte man nicht zu lange fackeln, denn sonst ist der kleine Gedanke schon über den Jordan gegangen bevor man den Flug nach Israel gebucht hat. Also so was wollen wir ja nicht :)
Also: Während der täglichen Busfahrten, jetzt denken wahrscheinlich alle wieder " och nööööö, langsam wird das langweilig mit dem Öffentliche Verkehrsmittel Geflame " aber halt ! Diesmal ist das nur meine Fortbewegungsmethode, während ich Beobachtungen meine Umwelt anstelle. Also weiterlesen!
Jeder kennt sie, keiner beachtet sie, niemand weiß was das eigentlich soll: Werbeplakate. Riesige, sinnlose Aussagen am Straßenrand! Nun denn, meine Fahrtstrecke führt jeden Tag an ein- und denselben Wänden vorbei. Vor ca einem Monat begrüßte mich ein energisch dreinblickendes, blondes Modell mit einem riesigen Wattestäbchen in der Hand. Das erregt natürlich Aufmerksamkeit! American Gladiators in Kiel ! Äh, nein, es war natürlich ein Aufruf zum Sich-Testen-Lassen um in die Spendenkartei für die Leukämie-Erkrankten zu gelangen. Nix mit Gladiators. 2 dieser Plakate standen direkt nebeneinander, eins in deutscher Sprache und eins in (vermutlich) türkischer Sprache. Gut, ich empfinde solche Spendenaufrufe zum Spenden immer ein wenig bedrohlich, bedrängend und nachdenklich machend. Aber es muss wohl sein um die Bevölkerung wachzurütteln. Trotzdem sind das nicht so die Gefühle, die man haben möchte, wenn der Feierabend naht und man noch einen Gang von 300 Metern durch Kiel-Gaarden vor sich hat.
Nun denn, gestern gab es endlich neue Plakate ! Ein ortsansässiger Reiseveranstalter wirbt mit Reisen in die Türkei. Natürlich nur in deutscher Sprache. Endlich ist die Welt wieder in Ordnung und die Fahrt nach Hause kann in Urlaubsträumen verbracht werden.
Hahaha ;) Nein, so schlimm ist es nun nicht, aber wenn einen der Gedankenhafer sticht, da sollte man nicht zu lange fackeln, denn sonst ist der kleine Gedanke schon über den Jordan gegangen bevor man den Flug nach Israel gebucht hat. Also so was wollen wir ja nicht :)
Also: Während der täglichen Busfahrten, jetzt denken wahrscheinlich alle wieder " och nööööö, langsam wird das langweilig mit dem Öffentliche Verkehrsmittel Geflame " aber halt ! Diesmal ist das nur meine Fortbewegungsmethode, während ich Beobachtungen meine Umwelt anstelle. Also weiterlesen!
Jeder kennt sie, keiner beachtet sie, niemand weiß was das eigentlich soll: Werbeplakate. Riesige, sinnlose Aussagen am Straßenrand! Nun denn, meine Fahrtstrecke führt jeden Tag an ein- und denselben Wänden vorbei. Vor ca einem Monat begrüßte mich ein energisch dreinblickendes, blondes Modell mit einem riesigen Wattestäbchen in der Hand. Das erregt natürlich Aufmerksamkeit! American Gladiators in Kiel ! Äh, nein, es war natürlich ein Aufruf zum Sich-Testen-Lassen um in die Spendenkartei für die Leukämie-Erkrankten zu gelangen. Nix mit Gladiators. 2 dieser Plakate standen direkt nebeneinander, eins in deutscher Sprache und eins in (vermutlich) türkischer Sprache. Gut, ich empfinde solche Spendenaufrufe zum Spenden immer ein wenig bedrohlich, bedrängend und nachdenklich machend. Aber es muss wohl sein um die Bevölkerung wachzurütteln. Trotzdem sind das nicht so die Gefühle, die man haben möchte, wenn der Feierabend naht und man noch einen Gang von 300 Metern durch Kiel-Gaarden vor sich hat.
Nun denn, gestern gab es endlich neue Plakate ! Ein ortsansässiger Reiseveranstalter wirbt mit Reisen in die Türkei. Natürlich nur in deutscher Sprache. Endlich ist die Welt wieder in Ordnung und die Fahrt nach Hause kann in Urlaubsträumen verbracht werden.
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Der Zug des Grauens
Hallihallohallöchen !
Ja, ich habe mir vorgenommen noch ein wenig auf unseren liebgewonnenen Beförderungsdienstleistern rumzuhacken. Warum? Weil ich mich bei meinen täglichen Begegnungen aufregen muss. Irgendwann werde ich wohl nochmal im Bus oder in der Bahn (omg, ja, da musste ich auch mit fahren *heul*) einfach umkippen und der Leichenbeschauer wird einfach ein Lifetime-Ticket für mich lösen. Naja, wobei Lifetime da dann doch ein wenig sinnlos wäre... Aber egal, ihr wisst wohl, was ich eigentlich damit sagen wollte: Wenn meine Leiche irgendwann mal in eurem Bus auf dem Fußboden liegt und vor sich hinverwest, dann haben die öffentlichen Verkehrsmittel es geschafft !
So, nun weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll... Am besten mit der Bahn. Der DB. Da sich die Nord-Ostsee-Bahn Mitarbeiter ja zu fein für ihren Job waren fährt ja inzwischen wieder eine "richtige" Lok zwischen Husum und Kiel. Ist ja herrlich. Nur - irgendwie haben die Menschen, vermutlicherweise waren es Menschen, beim Zusammenbau der neuen Züge NICHT den Homo Sapiens Sapiens als Vorlage für eine Sitzordnung genommen. Wer die Witze kennt von wegen wenig Beinfreiheit im Flugzeug wird in schallendes Gelächter ausbrechen, wenn er sich die Plätze in diesem Zug anschaut. Also mit Raumangst würde ich in so einem Zug keinen Platz nehmen.
Wie der Zufall es will hatte ich ausnahmsweise keinen Sitznachbarn (böser Blick, Tasche und Mantel auf dem Sitz helfen da doch ungemein). So konnte ich mich quer hinsetzen und so dann unter kranken Verrenkungen sogar die Beine übereinanderschlagen! Wow ! Ganze 2 Minuten konnte ich einigermaßen bequem sitzen bis mein Bein eingeschlafen war. Die Sau! Ein weiteres Highlight sollte der ausklappbare Tisch an der Rückenlehne meines Vordermannes werden. Wenn man in den Stuhl eingepfercht ist, dann kann man diesen Tisch genau bis zur Brust hinunterklappen. Weiter geht es nicht ! Eine grandiose, sinnvolle Einrichtung, wie ich finde... Aber dank meines freigebliebenen Zweitplatzes konnte ich ja den Tisch auf der anderen Hälfte hinunterklappen und meinen Kaffee dort abstellen. Über Verspätung und Planung brauch ich mich, glaube ich, nicht auszulassen, das kennt wohl jeder von uns zur Genüge. Ein kleines Zitätchen noch zum Schluß, wobei ich darauf hinweisen muss, dass mir der Wahrheitsgehalt unbekannt ist: "Die Bahn hat tagtäglich 71.000 Verspätungen. Was ein wahres Kunsttück ist, da pro Tag nur 34.000 Züge fahren."
So, nun weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll... Am besten mit der Bahn. Der DB. Da sich die Nord-Ostsee-Bahn Mitarbeiter ja zu fein für ihren Job waren fährt ja inzwischen wieder eine "richtige" Lok zwischen Husum und Kiel. Ist ja herrlich. Nur - irgendwie haben die Menschen, vermutlicherweise waren es Menschen, beim Zusammenbau der neuen Züge NICHT den Homo Sapiens Sapiens als Vorlage für eine Sitzordnung genommen. Wer die Witze kennt von wegen wenig Beinfreiheit im Flugzeug wird in schallendes Gelächter ausbrechen, wenn er sich die Plätze in diesem Zug anschaut. Also mit Raumangst würde ich in so einem Zug keinen Platz nehmen.
Wie der Zufall es will hatte ich ausnahmsweise keinen Sitznachbarn (böser Blick, Tasche und Mantel auf dem Sitz helfen da doch ungemein). So konnte ich mich quer hinsetzen und so dann unter kranken Verrenkungen sogar die Beine übereinanderschlagen! Wow ! Ganze 2 Minuten konnte ich einigermaßen bequem sitzen bis mein Bein eingeschlafen war. Die Sau! Ein weiteres Highlight sollte der ausklappbare Tisch an der Rückenlehne meines Vordermannes werden. Wenn man in den Stuhl eingepfercht ist, dann kann man diesen Tisch genau bis zur Brust hinunterklappen. Weiter geht es nicht ! Eine grandiose, sinnvolle Einrichtung, wie ich finde... Aber dank meines freigebliebenen Zweitplatzes konnte ich ja den Tisch auf der anderen Hälfte hinunterklappen und meinen Kaffee dort abstellen. Über Verspätung und Planung brauch ich mich, glaube ich, nicht auszulassen, das kennt wohl jeder von uns zur Genüge. Ein kleines Zitätchen noch zum Schluß, wobei ich darauf hinweisen muss, dass mir der Wahrheitsgehalt unbekannt ist: "Die Bahn hat tagtäglich 71.000 Verspätungen. Was ein wahres Kunsttück ist, da pro Tag nur 34.000 Züge fahren."
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